Dampflok

BR 98

Die Lokomotiven der Serie BB II waren Mallet-Dampflokomotiven der Bayerischen Staatsbahn. Die Mallet-Lokomotiven sind eine spezielle Bauart von Dampflokomotiven, die von dem Schweizer Ingenieur A. Mallet 1884 entwickelt wurde. Diese Konstruktion besitzt zwei eigenständige Fahrwerke mit jeweils eigenen Antrieben. Das hintere Fahrwerk ist fest mit dem Lokrahmen verbunden. Das vordere Fahrwerk hingegen ist beweglich über einen Drehzapfen mit der Lokomotive verbunden. Charakteristisch für die Bauart Mallet ist auch die Arbeitsweise der Dampfmaschinen mit Verbundwirkung, wobei die hinteren Zylinder als Hochdruck- und die vorderen Zylinder als Niederdruckzylinder gebaut waren. Der Dampf wurde zuerst in die Hochdruckzylinder geleitet und danach in die Niederdruckzylinder. Mallet-Lokomotiven neigten jedoch sehr zu abwechselndem Schleudern der Fahrwerke und sie waren auch nicht für höhere Geschwindigkeiten geeignet. Daher verzichtete man mit der Einführung des Heißdampfes auf diese Bauart. Die berühmteste deutsche Lokomotive dieser Bauart ist die Bayerische Gt 2×4/4 aus dem Jahre 1913. Die US-Baureihe 4000 („Big Boy“) der Union Pacific Railroad (UP), kann als ähnlich Bauart gesehen werden, da sie ebenfalls eine Gelenklokomotive war, jedoch handelte es sich hierbei nicht um eine Verbundlokomotive, da alle Dampfzylinder direkt vom Kessel versorgt wurden.

Die Lokomotiven der Serie BB II wurden speziell für die bayerischen Nebenbahnen mit engen Kurvenradien entwickelt. Obwohl die Deutsche Reichsbahn 1925 alle Fahrzeuge als Baureihe 987 übernahm, wurden fast alle wegen ihrer schlechten Laufeigenschaften in den 1930er Jahren verschrottet oder als Werklokomotiven verkauft.

Unsere Lokomotive wurde 1901 gebaut und unter der Nummer 2527 in Dienst gestellt. Im Jahre 1923 wurde sie von der Reichsbahn als 98 727 übernommen und dann 1942 an die Südzucker-AG, Regensburg verkauft. Dort erhielt sie die Nr. 4 und den Spitznamen „Zuckersusi“.1958 erhielt sie einen neuen Kessel. 1972 wurde sie unserem Museum gestiftet und wird nach einem Rangierunfall aufwändig repariert.

Technische Daten

HERSTELLER

Maschinenfabrik J. A. Maffei, München

BAUJAHR

1901

AUSMUSTERUNG

1979

HÖCHSTGESCHWINDIGKEIT

45 km/h

ANTRIEB

4 Naßdampfzylinder

LEISTUNG

280 kW (380 PS)

GEWICHT

43 t

Achsformel

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ACHSFORMEL

B’B

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